Paul Preuss Preis geht an IGOR KOLLER

Internationale Paul-Preuss-Gesellschaft ehrt das alpine Lebenswerk des slowakischen Kletterers

Der slowakische Bergsteiger Igor Koller ist der 14. Träger des Paul-Preuss-Preises, den die Internationale Paul-Preuss-Gesellschaft (IPPG) seit 2013 vergibt. Der knapp 74-Jährige aus der slowakischen Hauptstadt Bratislava ist von der siebenköpfigen Fachjury der IPPG mit großer Mehrheit ausgewählt worden. Damit würdigt die Gesellschaft das alpine Lebenswerk des früheren Generalsekretärs und Präsidenten der slowakischen Bergsteiger-Union JAMES, dem unzählige Erstbesteigungen in höchsten Schwierigkeitsgraden gelungen sind.

Die Verleihung dieses renommierten Preises findet am Freitag, 25. September, im Rahmen der «Internationalen Wiener Bergtage» im Rathaus der österreichischen Hauptstadt Wien statt, die von der Sektion Austria des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV), den Österreichischen Naturfreunden und der IPPG veranstaltet wird.

Der am 2. September 1952 geborene Igor Koller ist ausgebildeter Bauingenieur und über Tätigkeiten als freier Photograph und Journalist zum Profibergsteigen gekommen. Vor allem seine Neutouren in der Hohen Tatra, im Sandstein von Teplice, an der Marmolada, im Bergell und im Karakorum sind legendär. Seine Erstdurchsteigung des «Fisch» in der Marmolada 1988 galt damals als neue Dimension des alpinen Schwierigkeitskletterns.

Dies ist nur ein Teil aus der langen Liste der höchstschwierigen Kletterrouten, welche die Jury der IPPG bewogen haben, Igor Koller den Paul-Preuss-Preis zu verleihen. Dieser wird jährlich an Bergsteiger verliehen, die ihre alpinen Leistungen im Sinne des 1913 verstorbenen Freikletterers Paul Preuss aus dem steirischen Salzkammergut erreicht haben. Igor Koller ist ein Kletterurgestein, der zeitlebens einen starken Kompass in Sachen Ethik gelebt hat; einer, der immer noch fürs Klettern brennt und mit seiner Begeisterung Nationen und Generationen verbindet. Dadurch ist er ein Vorbild für die jungen Kletterer geworden. Igor Koller ist auch heute noch im schwierigen Fels unterwegs, das Ausreizen und Steigern seiner Möglichkeiten ist seine Leidenschaft
geblieben. Grund genug für die Internationale Paul-Preuss-Gesellschaft, ihm diesen Preis zu verleihen.


H./16.07.2026